Page 121 - HSHG Gesamtkatalog 2018-19
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            ANWENDUNG
 VENTILATOREN FÜR JEDEN EINSATZ
 Wenn die vorhandene natürliche Lüftung in Schächten und Kanalsystemen wegen lokaler Bedingungen wie der Lage der Schächte oder deren Abdeckungsbeschaffenheit nicht ausreichend ist, werden zusätzliche, technische Lüftungsmaßnahmen notwendig. Besonders bei warmen Temperaturen, wenn die Luft im Schacht kühler ist als die in der Umgebung, kann oft keine ausreichende Lüftung gewährt werden. Auch vorübergehendes Öffnen von Schachtabdeckungen reicht für eine optimale Lüftung nicht immer aus. In Kanalschächten z.B. können Faulgase zur Verdrängung des Sauerstoffs in der Luft und somit bei Kanalarbeitern bis hin zur Bewusstlosigkeit führen.
Mit gezielter technischer Lüftung und leistungsfähigen Ventilatoren kann hier Abhilfe geschaf- fen werden. Die frische Luft gelangt dann direkt zur Arbeitsstelle und verhindert gesundheitliche Beeinträchtigungen durch schlechte Luft. Eine ausreichende technische Lüftung wird dann erreicht, wenn z.B. bei Kanälen ein Luftstrom von mindestens 600 m3/h pro m2 Kanalquerschnitt erzielt wird.
n Sanierung, Wasserschäden n Hochbau, Tiefbau
n Tunnelbau, Kanalreinigung
Ventilator-Kennlinien
n Fabriken, Hallen, Tankstellen n Schifffahrt, Weinanbau
n Gebäudereinigung etc.
Jeder Ventilator verliert Luftleistung, wenn Schläuche angeschlossen werden. Der Luftwiderstand, der durch das Durchströmen entsteht, reduziert die Luftleistung des Ventilators. Da der nötige Druck bei allen Ventilatoren unterschiedlich ist und der Anwender das Luftvolumen bei der Verwendung von Schläuchen kennen muss, um Luftwechselraten zu berechnen, kann der Betriebspunkt Nutz-Luftvolu- menstrom (NLV) eine Hilfe sein. Bei diesem Betriebspunkt wird das Luftvolumen unter Berücksichtigung von ca. 38 m angeschlossenem Schlauch angegeben - also der tatsächliche Luftstrom beim Arbeiten mit langen Schlauchlängen.
Für das Berechnen anderer Längen dient die Grafik der Ventilator-Kennlinie auf den Produktseiten. Hier kann der Nutzer etwa von 50 Pa Druckverlust pro Schlauchlänge oder 90 ° Bogen ausgehen und die Anzahl summieren. Dann wird das zu erwartende Luftvolumen abgelesen.
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