Page 148 - HSHG Gesamtkatalog 2018-19
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 LUFTREINIGUNG
Rangfolge der Schutzmaßnahmen (STOP)
Für Arbeiten mit Gefahrstoffen hat sich das sogenannte Schutzstufenkonzept durchgesetzt. Der Arbeitgeber hat vorrangig Gefährdungen grundsätzlich auszuschließen. Ist dies nicht möglich, sind geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Schutz- maßnahmen unterliegen folgender Rangfolge:
S = Substitution T = Technische Maßnahmen O = Organisatorische Maßnahmen P = Persönliche Schutzausrüstung
(S) Substitution
Substitution bedeutet, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen zu vermeiden.
Gefahrstoffe sind durch andere Stoffe oder Zubereitungen zu erset- zen, die für die Gesundheit weniger gefährlich sind.
Gefährliche Verfahren sind durch weniger gefährliche Verfahren zu ersetzen, z. B. Verwendung staubarmer Materialien. So können Gra- nulate oder fertig angemischte Mörtel und Spachtelmassen gewählt werden und anmischbare Pulver ersetzen.
(T) Technische Maßnahmen
Die Verbreitung von Stäuben im Arbeitsbereich wird durch Erfassung der Stoffe an der Entstehungs- oder Austrittsstelle minimiert. Hierzu werden Werkzeuge mit einer systemgebundenen Absaugung durch angeschlossene Sicherheitssauger verwendet. Zudem können Ar- beitsplätze belüftet werden. Hierbei werden Staubpartikel verdrängt oder zumindest verdünnt. Einen sehr wirksamen Schutz stellt die Ab- saugung dar. Diese kann mit und ohne Filterung der Luft erfolgen.
(O) Organisatorische Maßnahmen
Eine Begrenzung des Arbeitsbereiches durch Abschottung verhindert die Ausbreitung von Schadstoffen und Stäuben in bislang unbelaste- te Bereiche.
Es sollte darauf geachtet werden, dass aus den Arbeitsbereichen re- gelmäßig Schutt und Staub beseitigt wird. Auch die Geräte und die persönliche Schutzausrüstung PSA sind regelmäßig zu reinigen und zu pflegen.
Zu den organisatorischen Maßnahmen zählen zudem regelmäßige Prüfungen von Anlagen und Einrichtungen, das Vorhalten von ausrei- chend Ersatz-Filtermaterial sowie das Einrichten von Umkleide- und Pausenbereichen.
(P) Persönliche Schutzausrüstung
Der Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern individuelle PSA zu stellen, die Pflege und Instandhaltung zu kontrollieren und die Verwendung zu überwachen.
Zur PSA zählen am Bau: Kopfschutz (Helm), Gehörschutz, Atem- schutz, Schutzbrillen, Schutzhandschuhe, Arbeitsschuhe, etc.
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